Kinesiologie
Die Kinesiologie dient als Diagnoseinstrument und Therapieform, welche das Wiedererlangen der körperlichen, energetischen und geistigen Beweglichkeit fördert. Die der Kinesiologie zugrunde liegende Denkweise hat ihren Ursprung in Vorstellungen von Körperenergien sowie im Körperbild der Traditionellen chinesischen Medizin, wonach die Lebensenergie durch bestimmte Leitbahnen (Meridiane) fliesst. Kinesiologische Richtungen sind z.B. Techniken wie ”Touch for Health” (Heilung durch Berühren) ”Brain Gym” (Verbesserung der Lernfähigkeit) oder das ”Three in One Concept” (psychische Ebene).Das diagnostische Instrument, um Unausgewogenheiten in den Bewegungsabläufen und ”energetische Blockaden” festzustellen und entsprechende Therapiemaßnahmen einzuleiten, ist der ”Muskeltest”. Darüber hinaus soll der Muskel als Indikator auf Reize oder Stress dienen, um innere Erkrankungen erkennen zu können. In der Kinesiologie geht man davon aus, dass körperlicher und psychischer Stress zu Blockierungen im Bewegungsapparat führt und somit eine Schwächung der entsprechenden Muskeln oder Muskelgruppen hervorruft. Da Muskeln über die Meridiane auch mit inneren Organen in Verbindung stehen, kann mit der Stärkung eines geschwächten Muskels auch eine Heilung des entsprechenden Organs erreicht werden.Anwendungsgebiete:Aktivierung des persönlichen Potenzials, Förderung der Selbstheilungskräfte, Koordination von Energie, Körper, Geist und Seele, physische und psychische Dysbalancen, Allergien, Migräne, Traumata, Prüfungsstress, als Entscheidungshilfe
Klassische Homöopathie
Die Homöopathie (griechisch: homoios = ähnlich, pathos = Leiden, also ähnliches Leiden) ist eine Heilmethode, die nach dem von ihrem Begründer Samuel Hahnemann aufgestellten Grundsatz ”Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt”, Krankheiten heilt. D.h., dass eine Krankheit durch ein Arzneimittel geheilt wird, das bei einem Gesunden ähnliche Symptome hervorruft wie diejenigen, unter denen der Kranke leidet. Das potenzierte Einzel-Arzneimittel (i.d.R. frei von materiellen Substanzen) wird individuell bestimmt, es gibt also kein generelles ”Fieber-Mittel oder Husten-Mittel”. Dazu werden die aktuellen Zeichen und Symptome, aber auch die persönliche Vorgeschichte und die der Vorfahren miteinbezogen. Dadurch können die Krankheiten an ihrem Entstehungsort angegangen werden. Eine Ausnahme bildet die Akut-Behandlung (z.B. Unfall, akute Schmerzzustände, Reisekrankheit, etc.), hier wird in der Regel die Vorgeschichte nicht mitberücksichtigt.Anwendungsgebiete:Akute und chronische Krankheiten sowohl auf körperlicher und psychischer Ebene.
Klassische Massage
Die klassische Massage ist eine manuelle Therapie, die vorwiegend bei organischen Störungen am Stütz-, Halte- und Bewegungsapparat angewandt wird. Durch verschiedene Grifftechniken wie Streichungen, Knetungen, Reibungen und Vibrationen werden lokale, mechanische Reize auf die Haut und die Muskulatur gesetzt. Diese dienen der Spannungsregulierung und beeinflussen den Muskelstoffwechsel positiv. Zudem erreicht die Massage eine allgemeine positive Wirkung auf den ganzen Körper. U.a. wird die Blutzirkulation und die Drüsentätigkeit verbessert und es wird eine regulierende Wirkung auf den Blutdruck, Puls, Atmung und Schlaf ausgeübt. Auch im psychischen Bereich führt die Massage zu einer allgemeinen Entspannung.Anwendungsgebiete:Verspannungen allgemein, Regeneration, Muskelverspannungen, Schlafstörungen, Nervosität.
Kneipp-Therapie
Unter Kneipp-Therapie versteht man ein nach ihrem Urheber, dem Wörishofener Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897), benanntes ganzheitliches Therapiekonzept, das Körper, Geist und Psyche in Einklang zu bringen versucht und vor allem auf Vorbeugung setzt, aber auch in der Nachbehandlung vieler akuter und chronischer (Zivilisations)-Krankheiten nachhaltig eingesetzt wird.Grundlagen der Kneipp-Therapie sind die Hydrotherapie, Phytotherapie, Bewegungstherapie, Ernährungstherapie (Diätetik) und Ordnungstherapie.1. Hydrotherapie:Sie umfasst Waschungen, Güsse, Voll- und Teilbäder, Wickel, Auflagen und Packungen, Taulaufen, Wassertreten und Schneegehen. Die Kneippanwendungen werden kalt, im Wechsel (warm/kalt) oder warm durchgeführt.2. Bewegungstherapie: Systematischer Kraftaufbau bringt nicht nur erhöhte Muskelkraft, sondern stärkt auch das Knochen- und Gelenksystem. Regelmäßiges Ausdauertraining bietet den besten Schutz gegen Herz-Kreislaufprobleme. Koordinationsübungen verbessern Geschicklichkeit, Gleichgewicht, Haltung und Bewegungsgefühl und Entspannungsübungen ermöglichen Stressabbau. Die Bewegungstherapie soll dem Bewegungsmangel in zivilisierten Gesellschaften entgegenwirken und durch Ausdauersport wie Wandern, Rad fahren, Schwimmen oder Gymnastik das körperlich-seelische Wohlbefinden fördern.3. Ernährungstherapie: Natürliche, vollwertige Ernährung mit reichlich pflanzlicher Frischkost soll den Ernährungsgewohnheiten zivilisierter Länder (zu viel, zu fett, zu süß, zu salzig) entgegenwirken. Damit soll der Stoffwechsel entlastet und Patienten mit anlage- oder ernährungsbedingten Krankheiten wie etwa Gicht, Diabetes oder Übergewicht geholfen werden.4. Phytotherapie: Die Pflanzenheilkunde wird sowohl zur Reduktion als auch als Alternative zu konventionellen Medikamenten eingesetzt. Bade- und Inhalationszusätze, die über Haut, Schleimhaut oder zentral über das Riechzentrum im Gehirn wirken, können den Effekt der Wasseranwendungen verstärken.5. Ordnungstherapie: Die Ordnungstherapie ist ein übergeordnetes therapeutisches Prinzip, das besonderen Wert auf die Chronobiolgie des Menschen legt. Die Kneipp´sche Ordnungstherapie kann in enger Nachbarschaft zur Psychosomatik gesehen werden. Beispiele für zeitordnende und zur Ruhelage und Beruhigung hinführende Therapien sind Autogenes Training, Yoga, Atemtherapie, sowie bestimmte Meditationsformen, aber auch Ausdauertraining.Anwendungsgebiete:Zivilisationskrankheiten, Prävention, bewusste Lebensführung.
Komplex-Homöopathie
Der Begriff ”Komplex-Homöopathie” stellt eigentlich einen Widerspruch dar, da die Homöopathie als Anwendung von Einzelmitteln definiert ist. Nachdem mit Mitteln, die aus mehreren Homöopathika bestehen, keine sinnvolle Arzneimittelprüfung durchgeführt werden kann und für Kombinationspräparate kein Arzneimittelbild existiert, ist eine Verschreibung nach dem Ähnlichkeitsgesetz nicht möglich. Homöopathische Komplexmittel werden deshalb vorwiegend nach diagnostischen und klinischen Kriterien für Akutzustände verordnet. Anwendungsgebiete:Begleittherapie, akute Beschwerden wie Schnupfen, Halsweh, Zahnungsbeschwerden, etc.
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